Geschlechtskrankheiten

Infektionen, die vorwiegend durch sexuelle Kontakte übertragen werden, fasst man heute in einer eigenen Gruppe zusammen, die STI heisst, Sexually Transmitted Infections. Die STI gehört zu den ältesten Krankheiten der Menschheit, denn wo Menschen leben, sich lieben und vermehren, gibt es Geschlechtskrankheiten. Veränderungen der Krankheitsbilder beruhen auf den jeweiligen kulturellen und moralischen Auffassungen sowie auf den gegebenen Behandlungsmöglichkeiten. Unmittelbar nach den beiden Weltkriegen erreichten die Syphilis und Gonorrhoe (Tripper) ihre Höchstzahlen. Die Entdeckung des Penizillins brachte die grosse Wende und erst Ende der 6oer Jahre des letzten Jahrhunderts führte die zunehmende sexuelle Befreiung zu einer erneuten Zunahme. Seit dem Auftreten der letztendlich tödlich verlaufenden Infektion mit dem AIDS Virus (HIV) anfangs der 80er Jahre befinden sich die STI auf einem relativ geringen Niveau.

STI liegen eine Vielzahl von unterschiedlichen Krankheitserregern zugrunde, von Bakterien über Viren, Pilze bis zu den Parasiten. Bei jedem sexuell aktiven Menschen besteht das grundsätzliche Risiko, sich mit einer STI zu infizieren. Wichtig zu wissen ist nun aber auch, dass es Übertragungen bereits vor der Geburt gibt.

Die Symptome einer STI reichen von Ausfluss, Brennen beim Wasserlösen, Hodenschmerzen bis zu Rötungen der Eichel sowie zu Hauterscheinungen, Schmerzen im Afterbereich, Gelenks- und auch Bindehautentzündungen der Augen. Die Behandlung richtet sich nach den Erregern: während durch Bakterien verursachte Infekte gut zu behandeln sind, verlaufen virale STI oft chronisch oder neigen zu Rückfällen. Grosse Bedeutung hat die Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten, zu denen die Verwendung von Kondomen oder Vaginalcremes gehören wie aber auch die frühe ärztliche Konsultation und Behandlung.

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